Einen Wunsch so formulieren, dass etwas Gutes dabei herauskommt

Die häufigste Ursache für einen enttäuschenden Auftragsclip ist keine schlechte Produzentin, sondern
eine Beschreibung, die drei Sätze zu kurz war. Was in eine gute Anfrage gehört — und was nicht.

Sag, was passieren soll, nicht wie du dich fühlen willst

„Ich möchte mich klein fühlen“ ist ehrlich, aber unbrauchbar: es gibt zwanzig Wege dorthin und
neunzehn davon meinst du nicht. Beschreibbar sind Handlungen, Reihenfolge, Dauer, Kleidung, Anrede,
Tonfall. Das Gefühl entsteht daraus — nicht umgekehrt.

Nenne die Grenze zuerst, nicht am Ende

Was nicht vorkommen darf, gehört an den Anfang der Anfrage. Das ist keine Unhöflichkeit, sondern
spart beiden Seiten eine Absage nach zwei Wochen. Produzentinnen lesen das mit Erleichterung, nicht
mit Genervtheit.

Länge realistisch ansetzen

Zehn Minuten sind lang. Was du im Kopf hast, dauert beim Drehen meist ein Drittel der Zeit, die du
schätzt — oder das Dreifache, wenn es Aufbau braucht. Frag lieber, was in deinem Budget realistisch
ist, statt eine Minutenzahl zu nennen und dich zu wundern.

Sprache angeben

Klingt banal, ist es nicht. Bei verbalen Clips entscheidet die Sprache über alles. Sag ausdrücklich,
ob du Deutsch willst — auch wenn du auf Deutsch anfragst, denn viele produzieren beides.

Was du nicht schicken musst

Keine Fotos von dir, keine Lebensgeschichte, keine Beteuerungen. Eine sachliche Anfrage mit klaren
Angaben wird schneller und freundlicher beantwortet als eine lange.

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